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Türkei: Mutmaßliche Christenmörder sind wieder auf freiem Fuß

Die drei Christen Tilmann Geske aus Deutschland, sowie die türkischen Christen Ugur Yuksel und Necati Aydin wurden am 18. April 2007 in Malatya von türkisch-islamischen Peinigern über Stunden gefoltert und anschließend lebend enthauptet. Am 20. April 2007 wurde Tilmann Geske im osttürkischen Malatya beigesetzt. (siehe: Mord im Bibelzentrum)

Die fünf mutmaßlichen Mörder dreier Christen im osttürkischen Malatya sind wieder auf freiem Fuß. Sie profitieren von einem neuen Gesetz, das die Dauer der Untersuchungshaft auf fünf Jahre begrenzt. Die Verdächtigen befanden sich seit der brutalen Morde an dem deutschen Missionar Tilmann Geske und zwei türkischen Konvertiten vor sieben Jahren in U-Haft.

Alle fünf Männer seien aus dem Hochsicherheitsgefängnis von Malatya entlassen worden, berichtete die Nachrichtenagentur "Dogan". Den fünf Ultranationalisten wird vorgeworfen, ihre drei Opfer am 18. April 2007 im Gebäude des protestantischen Bibelverlags Zirve überfallen, gefesselt und stundenlang gefoltert zu haben. Am Ende durchtrennten sie ihnen den Ermittlungen zufolge die Kehle. [1]
[1] Michael Mannheimer schreibt:

Die Leiche von Tilmann Geske wies 156 Stichwunden auf, jene von Pastor Aydin 99. Auf den Baptisten Ugur Yuksel wurde so oft eingestochen, daß die Wunden nicht gezählt werden konnten. Die Verbrecher schnitten ihren Opfern bei lebendigem Leib die Därme aus dem Leib. Sie wurden kastriert und die abgeschnittenen Geschlechtsorgane vor ihren Augen zerschnitten. Finger wurden ihnen abgehackt, Nase, Mund und After aufgeschlitzt. Schließlich wurden ihre Kehlen von Ohr zu Ohr durchtrennt, was sie praktisch enthauptete. Die Nachbarn hatten zwar Schreie gehört, hielten den Lärm aber für eine häusliche Auseinandersetzung.

Um ihre Schandtat auszuführen, besorgten sich die Täter Revolver, Messer, Stricke und Tücher. Die drei Christen wurden mit Händen und Füssen an ihre Stühle gefesselt. Der Überfall wurde mit Handys aufgenommen. Dann wurden die Gefesselten drei Stunden lang gefoltert. Der Mordauftrag sei von der nationalistischen Jugendorganisation „Ulku Ocaklari“ erteilt worden, die mit der „Partei der Nationalistischen Bewegung“ (Milliyetci Hareket Partisi = MHP, Graue Wölfe) in Verbindung stehe.
"Das ist keine Rechtsprechung"

Die Verdächtigen wurden kurz nach der Tat gefasst, ihr Prozess ist aber immer noch nicht abgeschlossen. Sie sollen nach ihrer Freilassung nun außerhalb des Gefängnisses unter Aufsicht der Justiz bleiben.

Die Freilassung der Verdächtigen sorgt bei Angehörigen für Empörung. "Das ist nicht möglich, das ist keine Rechtsprechung", sagte Hatice Yüksel, die Mutter eines der Getöteten, der Zeitung "Milliyet".

Geskes Frau Susanne sagte, sie und ihre Kinder werden trotzdem in Malatya bleiben. "Ich glaube an Gott", sagte sie weiter. Die mutmaßlichen Mörder könnten fliehen, wohin sie wollten, "ich habe keine Angst".

Quelle: Türkische Justiz: Mutmaßliche Christenmörder sind wieder auf freiem Fuß

Siehe auch:
Michael Mannheimer: Christenverfolgung in der Türkei
Türkei: Wann werden die Mörder von Tilman Geske endlich verurteilt?

Noch zwei Videos über Christen in der Türkei:


Report: Christenmord im türkischen Malatya (06:14)


Video: Aramäische Christen in der Türkei (43:29)

Siehe auch:
Hamburg-Bergedorf: 18-jähriger Amid F. mit Messerstich getötet
Sophie Dannenberg: Eine fremde Meinung ist wie ein fremdes Land
Münchner SPD will gendergerechte Spielplätze
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