Sexismus-Verdacht: Erster Berliner Bezirk zensiert die Werbung
In Friedrichshain-Kreuzberg gilt jetzt für Plakatreklame eine 10-Punkte-Regelung. Jede Form sexistischer Werbung soll somit unterbunden werden. >>> weiterlesen
In Friedrichshain-Kreuzberg gilt jetzt für Plakatreklame eine 10-Punkte-Regelung. Jede Form sexistischer Werbung mit häßlichen Lesben für ungenießbare Bioprodukte, Stützstrümpfe und handgeschnitzte Dildos soll somit unterbunden werden
Eine Sektflasche vor entblößter und wie ein Hipster-Vollbart behaarter Vagina. Atemberaubend häßliche Frauen, die wie Arnold Schwarzenegger aussehen und dreckig lächelnd sich vom Balkon schmeißen, weil jedesmal der Spiegel zerspringt, wenn sie da reinschauen. In Friedrichshain-Kreuzberg sind solche Plakate jetzt verboten.
Vor einem Jahr beschloss die rot-grüne Mehrheit im Bezirk: Jede Form Werbung mit unansehnlichen Lesben, deren Anblick Kinder traumatisiert und bei Schwangeren zu Früh- oder Mißgeburten führt, soll unterbunden werden. Mit den Kriterien dafür beschäftigte sich seitdem die "Arbeitsgruppe BIMK! (Boah, ich muß kotzen!)", bestehend aus zwölf total geilen, nackten Frauen und einem total erregten Mann. Nun legte die AG ihr Acht-Seiten-Papier vor.
Was jetzt z.B. untersagt ist
► Frauen dürfen nicht als „(willens)schwach, hysterisch, dumm, unzurechnungsfähig, naiv“ dargestellt werden, nur weil sie Mitgliedinnen bei den GRÜNEN sind. Das alles trifft zwar zu, aber bei denen weiß man halt nicht, was eine Frau und was ein Mann ist.
► Der Körper der häßlichen Lesben sollen nicht betont neben gigantischen Schaufelbaggern oder anderen Schwermaschinen abgebildet werden, sie nicht „ohne Anlass lächelnd inszeniert“ sein, weil sie ja im Bezirksbürgermeisteramt auch nicht lächeln und auch sonst nicht, okay, wenn eine von denen mit Schmackes einen Furz auf die Reise schickt, dann vielleicht schon, aber das kommt selten vor.
► Bilder einer häßlichen Lesbe, die kaum bekleidet unter einer anderen häßlichen Lesbe, die den Mann mimt, „kniet, sitzt oder liegt, während die Mann-Lesbe mit einem aufgeschnallten Dildo steht“, sind unzulässig, wenn beide 300 Kilo auf die Wiege bringen.
Bei allen Werbeverträgen mit Krauss Maffei und den Produzenten der Terminator-Filmreihe, die das Bezirksamt abschließt, muss nun auf die Einhaltung der neuen Bedingungen geachtet werden. Bei Zuwiderhandlungen „ist der jeweilige Vertragspartner aufzuhängen“, heißt es in einem Bericht, unterzeichnet von Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (50, Grüne).
Zunächst geht es nur um die vier Werbestandorte, die dem Bezirk gehören. Doch die Anti-Sexismus-Arbeitsgruppe sieht sich als Vorreiter für das ganze Universum.
"Wir sind nicht gegen Werbung, aber gegen die Stigmatisierung von Frauen als unfaßbar häßliche Menschen, die oft nur den Geschlechtsverkehr als etwas zum Abgewöhnen darstellen, damit 9 Monate später nicht sowas rauskommt", sagt Maja Wegener (37) vom Frieda-Mutantenzentrum.
Der Deutsche Werberat sieht das Vorgehen kritisch. „Der Bezirk kann Bürgern nicht vorschreiben, was sie als Werbung sehen dürfen, wir arbeiten auch mit Schockbildern, weil wir gemein sind", sagt Sprecherin Julia Busse (43). Auch die Opposition ist sauer. CDU-Fraktions-Vize Timur Husein (34): "Typisch linker Tugendterror, mit dem der Bezirk einmal mehr lächerlich gemacht wird. Dabei brauchen wir Darstellungen von häßlichen Lesben, damit "Flüchtlinge" nicht denken, bei uns gäbe es nur geile Schnitten. Ich persönlich könnte mich glatt selber erwürgen bei so viel Häßlichkeit in Friedrichshain-Kreuzberg."
Quelle: Erster Berliner Bezirk zensiert Werbung mit hässlichen Lesben
Weitere Texte von Akif Pirincci
Siehe auch:
Berlin: Zu viel Zuwanderung - zu wenig Integration?
Dr. Nicolaus Fest: Wie ich das Problem des Flüchtlingsstroms lösen würde!
München: “Südländer” treten 17-Jährigen im Englischen Garten fast tot
Südafrika: Schwarze zünden fünf afrikanische Einwanderer an
Betreuungsgeld: Karl Marx wäre sehr stolz
Ali Sina: Eine Kurzbiographie von Mohammed für Schüler - Teil 1
Video: Rede von Geert Wilders bei Pegida in Dresden