Die Fehler der Euro-Politik
Erstens: Es sind nicht wir, es sind die anderen
Griechenland verleugnet konsequent, dass es die eigenen Schulden sind, die das Land ruinieren. Sie wurden dem Land nicht aufgezwungen, keine feindliche Besatzungsmacht hat Griechenland mit Kredit abgefüllt wie ein Wirt seinen Gast. Darin liegt der eigentliche Fehler der Hilfspolitik: Sie wirkt wie eine Besatzungsmacht. Möglicherweise macht sie das Richtige.
Aber es ist einfacher, auf die Besatzer von der Troika zu schimpfen, statt die Reformen mitzumachen. Griechenland zeigt, dass man ein Land nicht technokratisch fernsteuern kann. Allerdings ist auch die Frage zu stellen: Was passiert mit einer gemeinschaftlichen Initiative wie dem Euro, wenn einer der Teilnehmer nach eigenen Regeln, nicht nach den verabredeten Regeln, spielen will?
Zweitens: Es sind die bösen Deutschen, die das Land ruinieren
2010 war Griechenland faktisch pleite. Damals, die Finanzkrise war kaum überwunden, fürchtete die europäische Politik wohl nicht zu Unrecht, dass eine griechische Staatspleite die geschwächten europäischen Banken in den Abgrund reißen würde, und damit die Finanzkrise sich wiederholt. Deshalb wurden der Reihe nach Hilfsprogramme auf den Weg gebracht und insgesamt circa 320 Milliarden an Hilfsgeldern zur Verfügung gestellt, Schulden ausradiert, Zinsen gesenkt, Laufzeiten verlängert.
Ohne diese Hilfe wäre Griechenland pleite. Vielleicht wäre das auch besser gewesen; allerdings waren damit enorme Risiken verbunden. Aber eines ist unanständig: den Helfern die Verantwortung für das Desaster zuzuschreiben. So wird ein moralischer Vorwurf daraus: Die protestantische Ethik der Deutschen vergewaltige die Griechen. Dagegen hilft eigentlich nur eine Maßnahme: Hände weg von Griechenland.
>>> weiterlesen
Siehe auch:
Thomas Böhm: Eine Islamisierung findet nicht statt? - von wegen!
Martin Lichtmesz: PEGIDA, die „Lügenpresse“, der Historiker und der Asylant
Dr. Udo Ulfkotte: Multikulti? Von Politik und Medien für dumm verkauft
Alex Feuerherdt: Der Antisemitismus - die Mutter allen Judenhasses
Vera Lengsfeld: Warum (nicht) zu Pegida gehen?
Dänemark: Über "offene Türen & grenzenlose Wohltaten" für Muslime (Teil 2)
Europäische No-Go-Zonen: Fakt oder Fiktion? Teil 1: Frankreich
Erstens: Es sind nicht wir, es sind die anderen
Griechenland verleugnet konsequent, dass es die eigenen Schulden sind, die das Land ruinieren. Sie wurden dem Land nicht aufgezwungen, keine feindliche Besatzungsmacht hat Griechenland mit Kredit abgefüllt wie ein Wirt seinen Gast. Darin liegt der eigentliche Fehler der Hilfspolitik: Sie wirkt wie eine Besatzungsmacht. Möglicherweise macht sie das Richtige.
Aber es ist einfacher, auf die Besatzer von der Troika zu schimpfen, statt die Reformen mitzumachen. Griechenland zeigt, dass man ein Land nicht technokratisch fernsteuern kann. Allerdings ist auch die Frage zu stellen: Was passiert mit einer gemeinschaftlichen Initiative wie dem Euro, wenn einer der Teilnehmer nach eigenen Regeln, nicht nach den verabredeten Regeln, spielen will?
Zweitens: Es sind die bösen Deutschen, die das Land ruinieren
2010 war Griechenland faktisch pleite. Damals, die Finanzkrise war kaum überwunden, fürchtete die europäische Politik wohl nicht zu Unrecht, dass eine griechische Staatspleite die geschwächten europäischen Banken in den Abgrund reißen würde, und damit die Finanzkrise sich wiederholt. Deshalb wurden der Reihe nach Hilfsprogramme auf den Weg gebracht und insgesamt circa 320 Milliarden an Hilfsgeldern zur Verfügung gestellt, Schulden ausradiert, Zinsen gesenkt, Laufzeiten verlängert.
Ohne diese Hilfe wäre Griechenland pleite. Vielleicht wäre das auch besser gewesen; allerdings waren damit enorme Risiken verbunden. Aber eines ist unanständig: den Helfern die Verantwortung für das Desaster zuzuschreiben. So wird ein moralischer Vorwurf daraus: Die protestantische Ethik der Deutschen vergewaltige die Griechen. Dagegen hilft eigentlich nur eine Maßnahme: Hände weg von Griechenland.
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